In My Cowgirl Era – Calgary Stampede
„I’ve got my boots. I’ve got my hat. I’m bringin‘ country back.“ (Alan Jackson)
Ganz nach diesem Motto habe ich eine Woche in der größten Stadt der westkanadischen Provinz Alberta verbracht: Calgary! 🤠
Meine schönen Boots hatte ich bereits in Vancouver gekauft: braun mit beigefarbenen Stickereien an den Seiten. Ich liebe sie! Passen auch perfekt zum Gürtel, auf den kleine Ranken und Blumen gestickt sind. In Calgary durfte dann natürlich auch der passende Cowboyhut nicht fehlen. Bei der riesigen Auswahl war es gar nicht so einfach, den perfekten Hut zu finden. Aber ich habe einen tollen gefunden, den ich super finde. (Ja, ich weiß. Eigentlich habe ich überhaupt keinen Platz mehr im Gepäck. ABER das ist ein Problem für Zukunfts-Karen.) 😌

Und wow – das hat mich richtig happy gemacht! Ich liiiieeebe die neuen Outfits. Überall in der Stadt liefen Menschen mit Hut und Boots herum. Mit meinem neuen Look habe ich also perfekt reingepasst. Am Anfang fühlte es sich zwar etwas komisch an mit Cowboyhut durch die Stadt zu laufen, aber schon nach kurzer Zeit gehörte der Hut ganz selbstverständlich dazu und ich bin nicht mehr ohne aus dem Haus.
Du fragst Dich jetzt vielleicht, was da eigentlich los war und warum plötzlich gefühlt alle mit Hut und Boots durch die Gegend liefen? Ganz einfach: Juli bedeutet in Calgary, dass es Zeit für die jährliche Stampede ist. Dieses Ereignis wird nicht umsonst als die größte Outdoor-Show der Welt bezeichnet. Dieses Spektakel wollte ich mir natürlich auf keinen Fall entgehen lassen.
Schon kurz nach meiner Ankunft ging es direkt zum ersten Konzert. Country-Musik – yahoo! (Hier ruft tatsächlich niemand „Yeehaw“, sondern „Yahoo“.) Dieses Konzert habe ich aber nicht alleine besucht, denn ich habe nach längerer Zeit meine Reisefreundin Maari wiedergesehen. Sie war direkt von ihrer Ranch nach Calgary gereist, um die Calgary Stampede zu besuchen und da haben wir uns natürlich direkt verabredet. Sie ist übrigens das größte Fangirl von Country-Musik, das ich kenne! Meine „Canada“-Playlist wurde maßgeblich von ihr geprägt und wäre ohne ihre Hilfe vermutlich nur halb so gut geworden.
Der erste Abend startete also direkt mit drei Acts hintereinander, die tolle Stimmung gemacht haben. Am nächsten Morgen stand dann auch schon die große Stampede-Parade an, die sich quer durch die Innenstadt zog. Sie dauerte rund zwei Stunden und ich war sehr beeindruckt davon wie viel Arbeit und Liebe in den aufwendig gestalteten Outfits und Wagen steckte. Es war eine richtig tolle Parade! Hier habe ich außerdem eine Freundin von der Farm im Okanagan Valley wiedergesehen. Gemeinsam haben wir die Parade verfolgt und sogar ein kostenloses Eis abgestaubt. Das war toll! Sie hatte uns perfekte Sitzplätze gesichert, wodurch wir eine super Sicht hatten.

Danach trennten sich unsere Wege für ein paar Stunden, denn ich wollte mir mal etwas Besonderes gönnen. Zum ersten Mal in meinem Leben (!) bin ich also zum Haarefärben in einen Hair Salon gegangen. Dreieinhalb Stunden später verließ ich den Laden überglücklich mit wehendem Haar.
Ich habe Highlights bekommen und meine Hairstylistin hatte es total drauf. Ich hatte ihr nur ein paar Bilder zur Inspiration gezeigt und sie hat meine Erwartungen sogar übertroffen. Ich fühle mich richtig wohl mit dem neuen Look! Das einzige Problem? Ich möchte das mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann wiederholen… upsi. (Ist dann wieder ein Zukunftsproblem. 😌 )
Mit neuen Haaren ging es dann direkt weiter auf das Festivalgelände, den Stampede Park. Gemeinsam mit meiner Farmfreundin erkundeten wir das Gelände und probierten uns durch die Foodstände. Ich hatte mich für die Bao Buns entschieden und was soll ich sagen… die waren soooo scharf! Ich würde sagen, dass ich mich schon deutlich gebessert habe, was das Essen von scharfen Gerichten angeht, aber holla die Wald-🧚 – mein Mund stand in Flammen.
Die Rettung nahte in Form der heiß begehrten Mini-Donuts, die es hier an jeder Ecke gibt. Mit viel Zucker. Ein kulinarischer Wechsel von einem Extrem ins andere. Später trafen wir noch einige ihrer Freunde aus der Gegend und verbrachten den Abend an der Nashville North Stage.
Die folgenden Tage habe ich unteranderem dazu genutzt, den Tim Hortons Family Day mitzunehmen, an dem mich ein kostenloses Pancake-Frühstück erwartete. Die Schlange war zwar relativ lang, aber das Warten hat sich gelohnt und ich habe zwei leckere kanadische Pancakes abgestaubt. Außerdem war an diesem Tag bis 11 Uhr morgens der Eintritt zum Festivalgelände kostenlos. Im GMC Stadium fand eine Bühnenshow statt, die ich ganz entspannt in der Morgensonne genießen konnte.
Generell war während der Stampede in der Stadt immer etwas los. Egal ob auf dem Festivalgelände, wo täglich verschiedene Shows, Konzerte und Aktivitäten stattfanden, oder mitten in der Innenstadt. Ein bisschen erinnerte mich die Stampede an das Lollapalooza in Berlin. Nur größer. Mit mehr Pferden. Und deutlich mehr Menschen im Country-Look.
An jeder Ecke spielte Musik, Marching Bands beeindruckten mit tollen Choreografien, mitreißenden Songs und Tanzeinlagen und überall gab es etwas Neues zu entdecken.

Man konnte Armbänder basteln, den eigenen Hut personalisieren lassen oder auch an Line-Dance- und Square-Dance-Workshops teilnehmen. Das haben wir dann auch mitgemacht, war lustig! Ansonsten gab es jeden Abend große Evening- und Rodeo-Shows. Das habe ich mir allerdings nicht angeschaut, da das nicht so mein Ding ist. Stattdessen habe ich lieber die anderen Angebote genutzt und die Stadt auf eigene Faust erkundet.
Hierbei habe ich auch einen meiner Lieblingsorte in Calgary entdeckt: Prince’s Island Park. Dort habe ich mich mit einem leckeren Eiskaffee auf die Wiese gesetzt und in der Sonne ein paar Postkarten geschrieben. Es ist hier nämlich gar nicht so leicht, schöne Orte zum Verweilen zu finden.
Zum Abschluss meiner Zeit in Calgary wartete dann noch ein ganz besonderes Highlight: Mein neuer Travelbuddy ist angekommen! Juhu! Die nächste Zeit werde ich gemeinsam mit meinem Freund reisen. Ein paar Reiseziele sind schon fest eingeplant, während der August beispielsweise noch ziemlich offen ist. Mal sehen, was uns so erwartet und wohin es uns verschlägt… wir sind spontan und freuen uns auf alles, was noch kommt!
Bis bald! 💛
9 Kommentare zu „In My Cowgirl Era – Calgary Stampede“
Wie wunderbar detailliert du schreibst! Ich fühle mich als sei ich beim Stampede-Fest dabei gewesen!☺️
Danke, Eva! LG! 🙂
Es macht so Spaß, deinen Bericht zu lesen… habe viel gelacht😂wie schön, dass du auch deine Reisefreunde wieder getroffen hast… und erst der neue Travelbuddy🥰habt weiterhin eine traumhafte Zeit voller Glück 🍀 ❤️
Hihi, das freut mich doch, wenn dir der Bericht ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat!
Ohhh das klingt alles so spaßig und der neue Look steht dir richtig gut!! :))
Dankeschön, Jule!! :))
So schön dieser Bericht! Mit so einer Leichtigkeit kommt er rüber, dass ich deine Begeisterung auch jetzt noch spüren kann.
So herrlich zu lesen. 🤩
Und nun könnt ihr die nächsten Marmeladenglasmomente gemeinsam einsammeln. Toll.
Da stehen uns bestimmt noch einige Überraschungen bevor. Bin gespannt.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Auf jeden Fall… stay tuned! 😉
Hello all, es ist sooo schön geschrieben und lässt mich ein Stück teilhaben, an dieser großartigen Reise. Ich wünsche Euch nun eine ganz tolle Zeit und ganz viele gemeinsame Erlebnisse. Ich grüße Euch ganz lieb!! Euer Falk