Exploring Squamish & Whistler

Exploring Squamish & Whistler

Squamish ist bekannt als die „Outdoor-Hauptstadt Kanadas“ und nach 10 Tagen in dieser Stadt sowie Umgebung würde ich dem 100% zustimmen. Wer alpine Abenteuer liebt, ist hier genau richtig – wandern, klettern, Mountainbike fahren, Running Clubs und Ski fahren. Bis Mitte Mai konnte man beispielsweise in Whistler noch Ski fahren. Der Sea-to-Sky Highway verbindet beide Orte und bietet tolle Ausblicke! Als ich das erste Mal auf dieser Straße nach Squamish fuhr, waren die Bedingungen perfekt und der Blick auf die Coast Mountains und Gletscher entlang des Howe Sound atemberaubend schön. In diesem Beitrag teile ich meine Lieblingsausflüge rund um Squamish mit Dir. Viel Spaß beim Lesen! ✨

Das Squamish Adventure Inn & Hostel liegt direkt am Fuße des berühmten Stawamus Chief – einem der größten Granitmonolithen der Welt. Ich kann das Hostel wirklich sehr empfehlen! Die Lage ist top, Staff super herzlich und hilfsbereit und in der Küche lernt man schnell andere Backpacker kennen mit denen man leicht ins Gespräch kommt.

Unter Locals und Backpackern wird der Stawamus Chief übrigens meistens einfach nur „The Chief“ genannt. Schon kurz nach unserer Ankunft wurde uns erzählt: Wer in Squamish ist und den Chief nicht erklimmt, macht irgendetwas falsch. Die Wanderung gehört quasi zum Pflichtprogramm. Also war schnell klar, dass Sari und ich uns diese Wanderung nicht entgehen lassen konnten. Auf AllTrails wird die Route als „Hard“ eingestuft und mit fast 800 Höhenmetern ist die Wanderung auf jeden Fall eine kleine Challenge. Deshalb sind wir früh morgens gestartet und zuerst zum Third Peak gewandert. Danach folgten der Second und schließlich der First Peak. Viele wandern die Strecke andersherum oder auch nur bis zum ersten Gipfel. Wir wollten aber gerne den kompletten Rundweg mitnehmen und das war eine tolle Entscheidung! Die Wanderung hat uns viel Spaß gemacht, auch wenn sie manchmal recht anspruchsvoll war. Es gab Leitern, Seile und Ketten, an denen man sich entlang hangeln musste und große Felsbrocken, die es zu überwinden gab. ⛰️

Oben angekommen wurden wir mit grandiosen Panoramablicken über Squamish und den Howe Sound belohnt. Mein Lieblingsgipfel war glaube ich der First Peak. Und der Third Peak. Sie teilen sich den ersten Platz würde ich sagen. Insgesamt waren wir ca. fünf Stunden unterwegs. Immer begleitet von kleinen Streifenhörnchen, die überall zwischen den Steinen huschten. Also falls Du mal nach Squamish kommst, weißt Du nun, welche Wanderung Du dir nicht entgehen lassen solltest. Es lohnt sich! 🐿️

Whistler Village bildet das Herzstück der Stadt. Im Gegensatz zu Squamish geht es hier deutlich touristischer zu – im Sommer zieht die Region begeisterte Mountainbiker an und im Winter lockt das größte Skigebiet Nordamerikas: Whistler Blackcomb. Der Ort ist wirklich schön gestaltet und man findet neben Geschäften und Cafés auch Bars sowie Restaurants. Für einen Tagesausflug lohnt sich Whistler meiner Meinung nach auf jeden Fall.

Um uns etwas an die Outdoor-Kultur anzupassen, haben Sari und ich sogar zweimal an Running Clubs teilgenommen. Die Läufe wurden von Geschäften vor Ort organisiert und waren eine super Gelegenheit, um neue Leute kennenzulernen. Und abgesehen von der klitzekleinen Tatsache, dass ich seit Monaten nicht mehr joggen war, hat es total Spaß gemacht! Die meisten waren echt ziemlich schnell und ich hätte nicht gedacht, dass wir so gut durch- und mithalten würden. Tatsächlich bin ich sogar meine persönliche Bestzeit gelaufen und wir waren danach ziemlich stolz auf uns. Der Running Club hatte gleich mehrere Vorteile: Zum einen haben wir am ersten Abend neue Socken geschenkt bekommen – yay! Zum anderen hat Sari kurzerhand am nächsten Tag ein neues Paar Sportschuhe geschenkt bekommen als wir uns mit einer Mitarbeiterin vor dem Lauf sehr nett unterhalten haben. So cool?! 🏃‍♀️

Natürlich durfte auch ein Ausflug auf den Whistler Mountain nicht fehlen. Wir waren zu dritt unterwegs, da sich uns jemand aus dem Running Club am Vortag angeschlossen hatte. Mit der Gondel ging es dann hoch hinaus und oben angekommen wurden wir tatsächlich von der einen oder anderen Schneeflocke begrüßt. Der Wanderweg führte uns durch eine schneebedeckte Landschaft und links und rechts ragten meterhohe Schneewände auf (ca. 2 bis 2,5 m). Unterwegs haben wir auch mehrere Murmeltiere gesehen, die auf den Felsen herumflitzten. So süß! Mit Blick auf die umliegenden Berge und Whistler selbst, machten wir es uns dann noch auf der Terrasse der Bergstation gemütlich. Mit einer heißen Schokolade und Apfelpunsch in der Hand genossen wir die Aussicht. Im Hochsommer sind hier oben noch deutlich mehr Wanderwege geöffnet. Da es aber bis vor Kurzem noch relativ viel geschneit hatte, waren viele Trails aktuell gesperrt. ❄️

Auch ziemlich lustig: An einem Abend sind wir in den Ort gefahren, um dort an einem Country-Abend teilzunehmen. In unserer Vorstellung bedeutete das Live-Musik und jede Menge Line Dance. Als wir ankamen, lief zwar Country-Musik, vom Line Dance fehlte aber jede Spur und eine Änderung war auch nicht in Sicht (hier sind wir dann einige Tage später in Brackendale auf unsere Kosten gekommen). Gemütlich war es trotzdem. Wir saßen draußen an einem Tischfeuer und bestellten eine große Portion Nachos. Irgendwann fing es an zu regnen und die Kellnerin hat mehrere Gruppen zu einem großen Tisch zusammengefügt. Long Story short: Wir landeten dann an einem Tisch mit Leuten aus England, einer Kanadierin aus Toronto und jemandem von Vancouver Island. Wir haben viel gelacht, es gab eine Verwechselung mit der Bachelorette-Party am Nachbartisch („Are you the groom?“ Während seine Frau direkt neben ihm saß…) und Gespräche über das Retten von Lachsen. Sehr wild, aber irgendwie auch sehr lustig. 🎶

Neben den größeren Touren haben wir auch einige kleinere Wanderungen unternommen und dabei die wunderschönen Brandywine Falls, Mamquam Falls und Nairn Falls besucht. Gleich zu Beginn wurden wir bei den Brandywine Falls mit einem Regenbogen überrascht. 🌈

Die Mamquam Falls haben wir gemeinsam mit einem anderen Backpacker erkundet, den ich einige Wochen zuvor kurz in der Hostelküche in Vancouver kennengelernt hatte. Wir haben uns dann spontan zu einem Ausflug verabredet. Noch bevor wir überhaupt richtig losgelaufen waren, entdeckten wir an einer Weggabelung einen Schwarzbären, der ganz entspannt den Weg entlang spazierte. Wir befanden uns auf der gegenüberliegenden Seite und hatten daher perfekte Sicht auf das Tier. Der Bär ist dann ganz gemächlich wieder in den Wald spaziert und alle haben ihre Wanderung fortgesetzt. 🐻

Die Nairn Falls haben wir ebenfalls besucht. Gewaltige Wassermassen stürzen hier den Hang hinunter und sorgen für ein spektakuläres Naturschauspiel. Das sah wirklich traumhaft aus. Alle drei Wasserfälle kann man super auf der Durchfahrt erkunden, wenn man gerne einen Zwischenstopp auf der Strecke Squamish – Whistler einlegen möchte. 🫧

Nach einer Woche in Whistler, einer letzten Nacht auf dem Campingplatz und unserem morgendlichen Sprung ins eiskalte Wasser vom Alpha Lake, der vom geschmolzenen Schnee der umliegenden Berge gespeist wird, war es nach fast vier Wochen gemeinsamen Reisens Zeit Abschied zu nehmen. Ausgestattet mit leckerem Kaffee und guter Musik fuhren wir noch einmal in unserem Flitzer den Sea-to-Sky Highway entlang. Für mich ging es für eine Nacht zurück nach Vancouver, von wo aus ich am nächsten Morgen den Bus ins Okanagan Valley nahm, um ins nächste Abenteuer zu starten.

Danke, Sari, für die wunderschöne Zeit! Ich habe es total genossen, gemeinsam mit dir den Westen Kanadas zu erkunden. Unsere Campinggeschichten, abendlichen Spiele mit der Uno-Reiseedition, Volunteer Stays und Erkundungstouren wandern direkt in mein Marmeladenglas. 💛🌞

2 Kommentare zu „Exploring Squamish & Whistler

  1. So einmalige, atemberaubende Momente in deinem Leben …und so so schöne Fotos…Du hast alles richtig gemacht mit deiner Entscheidung, die Welt kennenzulernen ❤️

Schreibe mir einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.