Irgendwo im Nirgendwo – Port Renfrew & Port Alberni

Irgendwo im Nirgendwo – Port Renfrew & Port Alberni

In diesem Beitrag nehme ich Dich mit zu zwei weiteren Stopps unseres Roadtrips auf Vancouver Island: Port Renfrew und Port Alberni. Zwei Orte, die sehr unterschiedlich sind und doch beide viel zu bieten haben. 🚐✨

Port Renfrew ist eine kleine Küstengemeinde an der Westküste von Vancouver Island, in der vermutlich weniger als 200 Menschen leben. Viel gibt es hier nicht. Ein Pub, ein kleines Café, ein paar Lodges und Hiker Huts – das war’s auch schon. Es gibt ein Gemeinschafts-WLAN. Sobald man den Ort verlässt, ist man komplett offline. Kein Empfang. Viel Natur. Und wir in unserem Flitzer auf einer endlos wirkenden Straße entlang der Küste. Schiebedach auf, Country Musik an und genießen!

Unser Morgen startete dann ebenso entspannt: Frühstück auf einer Picknickbank, dazu Kaffee vom Coastal Kitchen Café und Sonne im Gesicht. Danach sind wir Richtung Botanical Beach gefahren. Hier erwartete uns am Parkplatz dann wieder ein typisch kanadischer Hinweis: CAUTION – BEAR IN AREA, April 10/2026. Solche Sichtungen sind hier sehr oft an Parkplätzen und Wanderwegen ausgeschrieben. (Kleiner Spoiler: Wir haben keinen Bären gesehen. Dafür waren wir mit unseren Glöckchen sehr gut zu hören.) Wir sind dann den Botanical Beach Loop gewandert und haben alle paar Meter über das unfassbar sattgrüne Moos gestaunt. Wir haben uns Zeit gelassen, ein bisschen mit unseren Kameraeinstellungen experimentiert – und wenig überraschend – viel zu viele Fotos gemacht. Abends folgt dann immer die Auswertung der Fotos, die wir am Tage gemacht haben.

Weiter ging’s zum Sombrio Beach. Wow, so ein schönes Fleckchen Erde! Hier waren dann auch mehr Leute unterwegs und wir sind am Strand entlang geschlendert, bis uns aufgefallen ist, dass einige Personen aus einem kleinen Flussbett an den Strand gelaufen kamen. Wir waren natürlich neugierig und sind hinterher. Ein schmaler Pfad führte uns zu einem wunderschönen versteckten Wasserfall. Eingebettet zwischen Felsen und Moos rauschte das Wasser mehrere Meter hinunter. Toll! Später haben wir uns dann Essen vom Stoked Wood Fired Pizzeria & Market geholt und sind nach Jordan River gefahren, wo wir den Abend mit leckerer Pizza und Meerblick beim Sonnenuntergang ausklingen lassen haben.

Auf dem Weg zum nächsten Stopp sind wir noch an zwei schönen Seen vorbeigekommen: Lizard Lake und Fairy Lake. Immer wieder tauchten hier und da kleine Campingplätze im Nirgendwo auf. Sehr idyllisch! In Nanaimo haben wir dann einen kurzen Zwischenstopp eingelegt. Kurzer Ausflug zum Waschsalon, Iced Coffee holen (es wurde jetzt richtig warm) – und vor allem: unsere dritte im Bunde einsammeln! Sie kommt ebenfalls aus Deutschland und wir haben uns über Instagram kennengelernt. Und es hat von Anfang an richtig gut gematched – von jetzt an waren wir also komplett. Zum Glück hatten wir den größeren Mietwagen bekommen, denn mit drei Personen plus Gepäck wurde es schon ziemlich eng. Aber hey, irgendwie hat alles reingepasst und niemand musste auf dem Dach mitfahren.

Unser AirBnB für die nächsten zwei Tage lag in Port Alberni. Vom Patio aus hatten wir einen schönen Blick auf einen Fluss, und ab Mai sollen sich hier wohl auch tatsächlich regelmäßig Schwarzbären zeigen. Wir haben also fleißig Ausschau gehalten, Schichten eingeteilt und abwechselnd Wache gehalten. Aber leider keine Bären gesichtet. Ok, wir hatten einen Waschbär im Garten. Aber der zählt nicht, oder?! Abends haben wir dann an unseren Line Dance Fähigkeiten gearbeitet und mithilfe von YouTube Videos ein bisschen geübt – das war sehr lustig. Den nächsten Tag haben wir in der Natur verbracht und sind u.a. zu den China Creek Falls gewandert, die uns jemand vom #fridayshikeclub empfohlen hatte, und haben die Hole In The Wall Cascade besucht. Den richtigen Weg zu finden, war allerdings erstmal nicht so einfach… Wir waren damit aber wohl nicht allein, denn irgendwann hat jemand aus Steinen und Ästen einen Pfeil in die richtige Richtung gelegt. Nur leider haben wir den erst entdeckt, NACHDEM wir schon falsch abgebogen waren. Naja egal, wir haben es am Ende ja dennoch gefunden!

Ein echtes Highlight war Cathedral Grove. Das war richtig toll, denn dort stehen Bäume, die bis zu 800 Jahre alt sind – riesig und sehr beeindruckend! Durch den Regen lag im Wald zusätzlich eine mystische Stimmung in der Luft und wir hatten den Rundweg fast für uns allein. Im Sommer dürfte es hier sicherlich deutlich voller werden. Port Alberni selbst war ganz nett, aber kein Ort an dem ich jetzt unbedingt nochmal einen Aufenthalt buchen würde. Für uns war es jedoch genau richtig, um sich besser kennenzulernen und die Umgebung in Ruhe zu erkunden.

Und weil unser nächstes Reiseziel einfach so viel zu bieten hatte und mich komplett in den Bann gezogen hat, bekommt Tofino einen eigenen Blogeintrag! 💛

12 Kommentare zu „Irgendwo im Nirgendwo – Port Renfrew & Port Alberni

  1. Das ist ja so ein wunderbares Fleckchen Erde. Wenn ich das sehe, kann ich mir immer gar kein Arg auf dieser Welt vorstellen. Zauberschön!!

  2. Liebe Karen, ich weiß immer nicht was ich schreiben soll, da ich meine Gedanken kaum in Worte fassen kann. Du schreibst soo schön und lässt uns dabei ein Stück weit teilhaben. Ich bewundere deinen Mut und beneide dich um die tollen Bilder und Eindrücke. Liebe Grüße Falk

  3. Einfach sooo sooo schön und noch richtige Natur🙏Danke, dass du diese beeindruckenden Momente mit uns teilst!! Eine ganz andere Welt, voller Faszination und Ursprünglichkeit🙏😘

  4. Liebe Kari! Das ist so unglaublich, was du erlebst, während wir hier unseren Alltag weiterleben.
    Genieße es in vollen Zügen, die Zeit wird dich so prägen und die Erinnerungen bleiben ein Leben lang.
    Danke, dass wir dich begleiten dürfen. 🤗

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