Wie aus Camping plötzlich Glamping wurde & wir uns in einen Ort namens Tofino verliebten
TOFINO – ein Ort, der ganz schnell zu einem meiner absoluten Favoriten geworden ist. Die Zeit dort war einfach wunderschön und ist direkt in mein Marmeladenglas gewandert. 💛



Der April ist einfach die perfekte Reisezeit, um Vancouver Island zu erkunden. Noch nicht so viele Touristen, alles wirkt entspannter, spontaner und die Unterkünfte sind noch deutlich erschwinglicher. Apropos Unterkunft: Wir hatten uns zu dritt einen ausgebauten Airstream im Mackenzie Beach Resort gemietet und waren ehrlicherweise eher auf eine durchschnittliche Campingerfahrung eingestellt. Aber bei unserer Ankunft mussten wir uns erstmal kneifen… es war SO schön! Unsere Unterkunft hatte ein eigenes Patio mit Lichterkette, eine Feuerstelle mit gemütlichen Sitzmöglichkeiten, einen großen Grill und – halt Dich lieber fest – sogar einen Hot Tub!! Aus Camping wurde somit also ziemlich schnell Glamping. Auch gut. Der Airstream selbst war total modern eingerichtet, sehr sauber und überraschend geräumig. Wir hatten viel mehr Platz als gedacht und haben uns direkt wohlgefühlt. Der Strand war auch nur wenige Minuten entfernt, sodass wir von dort aus den Sonnenuntergang anschauen konnten. An einem Abend haben wir dort sogar ein kleines Lagerfeuer gemacht, was unfassbar toll war. (Zu diesem Zeitpunkt noch erlaubt. Nun gilt auf der Insel aufgrund der hohen Temperaturen der vergangenen Tage ein Verbot.)



Wir waren auch surfen – juhu! Das letzte Mal war ich im Januar in Neuseeland surfen und ich hatte mich schon die ganze Zeit darauf gefreut, hier auch surfen zu können. Die Bedingungen waren jedoch ein bisschen anders: Die Wellen waren deutlich kräftiger und sie haben mich eher an Portugal erinnert. Das Outfit war auch eher… speziell. Da das Wasser ziemlich kalt war, haben wir Neopren-Handschuhe, Schuhe und sogar eine Neopren-Cap bekommen. Sieht genauso cool aus wie es klingt – nämlich gar nicht. Wir haben die Cap deshalb weggelassen und stattdessen lieber den gelegentlichen Hirnfrost in Kauf genommen.
Am ersten Tag haben wir uns eine Surfstunde am Cox Bay Beach gebucht und unser Surflehrer war echt eine coole Socke. Typische Surfervibes. Die Kulisse war wirklich traumhaft! Über uns kreisten Adler, die Sonne glitzerte auf dem Wasser und im Hintergrund dichter Regenwald. Danach stand für uns fest: Wir wollen unbedingt nochmal surfen! Also haben wir uns Boards ausgeliehen, sind losgedüst und haben einen entspannten Surftag eingelegt. Erst ging es wieder zur Cox Bay, wo wir lustigerweise nochmal unseren Surflehrer antrafen. Wir waren eine ganze Weile im Wasser und haben uns danach am Strand von der Sonne trocknen lassen. Danach haben wir uns für abends bei Tacofino leckere Burritos geholt – ein absolutes Muss, wenn man in Tofino ist – und ein Eis bei Chocolate Tofino gegessen. Gestärkt ging es anschließend weiter zum Long Beach.
Dort haben wir eine Sunset Surf Session eingelegt und das war einfach nur toll (und etwas kalt). Während wir im Wasser waren, haben in einiger Entfernung zwei relativ große Wale immer mal wieder Fontänen in die Luft gepustet. Wir waren also quasi mit Walen surfen – kann man so sagen, oder?! Mega! Dazu wurde es dann langsam etwas diesig und die Strahlen der untergehenden Sonne haben alles in goldenes Licht getaucht. Es war einfach richtig toll. Das hat mich sehr glücklich gemacht, dass wir sowas erleben durften! Es sah aus wie in einem Film. Fun Fact: Tatsächlich wurde am Long Beach eine Szene mit Bella und Jacob aus dem Film New Moon – Bis(s) zur Mittagsstunde gedreht.



Natürlich gibt es auch wieder ein Wildlife Update von mir: Neben Walen, Robben und Adlern haben wir nämlich tatsächlich Schwarzbären gesehen! Wir haben spontan eine Bear Watching Tour gebucht und sind dann für ein paar Stunden aufs Wasser gefahren. Unter anderem sind wir um Meares Island herumgefahren und hatten das Glück, zwei Schwarzbären aus entsprechender Entfernung zu beobachten. Sie kommen wohl eher bei Low Tide ans Wasser, um dort nach Krebsen und Co. zu suchen. Irgendwie sah der Bär anders aus als ich ihn mir zuvor vorgestellt habe. Ein bisschen unförmig mit langem Hals und von den Proportionen her einfach anders als gedacht. Aber ich muss sagen, aus der Nähe müsste ich ihm jetzt nicht unbedingt begegnen. Und ich frage mich, wie riesig dann bitte ein Grizzly sein muss?
Zudem haben wir richtig süße Seeotter gesehen, die ganz entspannt in Grüppchen auf dem Rücken schwammen. Eins zu eins wie das Otter-Emoji. Sehr süß. Glücklicherweise war auch jemand aus der Schweiz an Board, der uns ein bisschen mehr über die Tiere und die Umgebung erzählt hat, denn den Kapitän haben wir auch unter großer Anstrengung leider überhaupt nicht verstanden.



Abends wurde dann gegrillt. Es gab gefüllte Pilze, Nudelsalat, Grillgemüse und – ganz wild – Spicy Dill Pickle Käse. Und Dill Pickle Chips. (Achja. Falls Du Dich gerade fragst, ob Du Dich verlesen hast – nope. Ich esse seit Anfang des Jahres sehr gerne Pilze und habe realisiert, dass ich da wohl echt was verpasst habe.) Die Kanadier lieben saure Gurken. Zumindest gibt es hier alles mit sauren Gurken. Selbst beim Hotdog gibt es ein Relish on top. So lustig! Der Käse ist zwar ziemlich zerlaufen, aber war überraschend lecker. Und danach ging’s dann ab in den Hot Tub. Musik und Lichterkette an, ein eiskaltes Getränk in der Hand und die Seele baumeln lassen. Das Wasser war richtig heiß und unsere Muskeln haben sich nach dem Surfen (und dem Tragen vom Surfboard) sehr gefreut. Unsere Abende waren somit sehr gemütlich und entspannend.
Unsere Zeit in Tofino ist viel zu schnell vergangen. Der Ort hatte einfach etwas Besonderes an sich. Die Strände, die kleinen Cafés und auch die Menschen, die ihr Surfboard einfach an der Seite vom Fahrrad transportierten. Überall herrschte entspannte Stimmung und ein guter Vibe. Wir haben uns sehr wohl gefühlt. Es hat mir unglaublich gut gefallen. Oder wie es unter meinem letzten Beitrag so passend formuliert wurde: Es war einfach zauberschön. 🫙✨
10 Kommentare zu „Wie aus Camping plötzlich Glamping wurde & wir uns in einen Ort namens Tofino verliebten“
Es ist unglaublich. Sooo schöne Fotos und wieder sooo schön geschrieben.
Ganz liebe Grüße von Falk
Dankeschön für dein Feedback 🙂
Einfach großartig 😊😊😊
Sehr sehr beeindruckend 🙏Es macht mich glücklich, wenn du glücklich bist und du diese fantastische Zeit in deinem Herzen (und deinem Marmeladenglas) bewahrst.❤️ Bitte genieße deine Abenteuerreise unbedingt in vollen Zügen, denn es kommt hier ganz viel von deinen positiven Gefühlen an und macht auch unser Leben reicher❤️
Mache ich!! 🙂
Wahnsinn!!! Obwohl ich ja manche Begriffe erst nachlesen muß, um überhaupt zu wissen, was Du meinst, fiebere ich jedem Deiner Berichte entgegen. Du hast jetzt schon in einem Monat mehr erlebt, als so mancher in seinem ganzen Leben. Die Krönung ist natürlich für mich als Pilzsammlerin, daß Du jetzt sogar Pilze ißt. Hätte ich nie für möglich gehalten. Die waren doch immer soooo eklig. Bleibe so abenteuerlustig und fröhlich und laß uns weiterhin an Deiner tollen Zeit dort teilhaben. Wir freuen uns alle. Viele liebe Grüße aus der Heimat
😀
Hihi…ich glaube zauberschön wird jetzt auch in meinen Wortschatz aufgenommen….treffender könnte man die Fotos und deine Eindrücke nicht zusammenfassen…..Du musst dir deine Einträge später in ein Buch drucken lassen….es würde auf jeden Fall sehr lesenswert sein…..Liebe Grüße aus dem doch wieder recht kalten Deutschland
Viiielen Dank für deinen ganz lieben Kommentar! Liebe Grüße zurück 🙂
Ich schreibe es einfach mal mit deinen Worten: es ist alles zauberschön!